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Natürliche Schädlingsbekämpfung auch im Freiland wirksam

Grün Markiert
29 Mai 2026

Bereits mit fünfzehn experimentierte Henk Hofsté auf dem Bauernhof seiner Eltern in Weerselo mit Schnittchrysanthemen. Sobald eine Kuh verschwand, machte Henk wieder ein Stück Land frei. Zehn Jahre später, im Jahr 1991, wurde seine Beetpflanzengärtnerei Realität.

Die Gärtnerei Hofsté ist ein Begriff in der Branche. Im Familienbetrieb arbeitet Ehefrau Irma hinter den Kulissen; zugleich ist sie das Gesicht des Hofladens an der Gärtnerei. Sohn Rutger kümmert sich um die Anlieferung der Beetpflanzen an Plantion und kauft ergänzende Produkte über die Versteigerungsuhr ein. Besonders bekannt ist die Gärtnerei für ihre Talent Chrysanthemum: eine langblühende, kugelrunde Freiland-Ballchrysantheme, die qualitativ nicht von Gewächshausware zu unterscheiden ist. Insgesamt liefert das Unternehmen rund 170 Sorten selbst gezogener Stauden.

Auch Gemüse

Im frühen Frühjahr dreht sich in Weerselo vor allem alles um klassische Stiefmütterchen und Primeln. Ab März kommen Gemüsepflanzen hinzu. Seit Kurzem liefert Hofsté außerdem Erdbeerpflanzen in Topfgrößen ab P2. „Wir kaufen sie als Stecklinge ein. Das ist zwar etwas teurer, aber wir zahlen lieber mehr für Qualität. Nach der Anzucht geben wir einen Langzeitdünger hinzu, sodass der Kunde kaum Aufwand damit hat. Dass man etwa drei Jahre mit Forschung beschäftigt ist, sieht der Kunde nicht direkt. Aber es macht einen Unterschied.“

Zusammenarbeit mit Plantion

Henk merkt, dass die Zusammenarbeit mit Plantion viel Effizienz bringt. Sowohl Einkauf als auch Verkauf laufen größtenteils über die Versteigerungsuhr und die Vorversteigerung. Das Spiel von Angebot und Nachfrage ist nicht jeden Tag zu seinen Gunsten, aber auf das ganze Jahr gesehen funktioniert es gut – und noch wichtiger: Es bringt Ruhe.

Natürliche Schädlingsbekämpfer

Seit anderthalb Jahren setzt Henk in seinem Betrieb auf „Biologie“. Sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland werden natürliche Feinde eingesetzt, um schädliche Insekten zu bekämpfen. Die größte Herausforderung: die richtige Anwendung und das richtige Timing. Henk: „Wir haben mit Nematoden begonnen, setzen inzwischen aber vor allem Raubmilben und Schlupfwespen gegen Blattläuse, Spinnmilben und andere Schadinsekten ein.“ Es brauchte etwas Geduld, aber es ist gelungen, ein natürliches Gleichgewicht im Gewächshaus zu schaffen. „Durch regelmäßige Kontrollen und gezielte Anpassungen müssen wir keine chemischen Mittel mehr einsetzen.“ Auch im Außenbereich leisten natürliche Schädlingsbekämpfer laut Henk hervorragende Arbeit: „Dort hat man weniger Kontrolle, aber wir merken, dass wir mit viel weniger Mitteln auskommen.“ Telermaat, der Großhändler, bei dem Sohn Rutger arbeitet, unterstützt den Anbauprozess mit Wissen und Erfahrung. „Sie liefern auch biologische Pflanzenstärkungsmittel, die unsere Pflanzen widerstandsfähiger machen. Damit sind wir Schädlingen immer einen Schritt voraus.“

Positive Entwicklungen

Zum Schluss hat Henk noch eine Botschaft: „Es gibt oft negative Berichterstattung, aber tatsächlich machen wir Schritte in die richtige Richtung. Auch der Wasserverband sieht Verbesserungen bei der Wasserqualität. Es ist wichtig, dass wir diese positiven Entwicklungen nach außen tragen. Als Branche müssen wir viel stärker zeigen, was alles gut läuft!“

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