NieuwsWir sind immer noch stolz auf unser Gartencenter
3. August 2021

Wir sind immer noch stolz auf unser Gartencenter

Wenn er durch niederländische Dörfer und Städte fährt, sieht er regelmäßig Radfahrer, die eine Tüte mit Lebensmitteln und einen Blumenstrauß dabei haben. „Niederländer kaufen Blumen oft für sich selbst, und Belgier schenken sie sich gegenseitig”, sagt Geert Vandekerckhove, der seit kurzem online bei Plantion einkauft.

„Der Online-Einkauf ist eine enorme Verbesserung! Früher bin ich jede Woche 260 Kilometer nach Ede gefahren. Ich bin um 02.45 Uhr losgefahren und erst um 17.00 Uhr nach Hause gekommen. Ich habe also einen ganzen Tag im Betrieb gefehlt, und auch am nächsten Tag war ich immer noch nichts wert. Jetzt setze ich mich um 05.45 Uhr an mein Notebook. Um 06.00 Uhr drücke ich die erste Taste, und um 08.30 Uhr gehe ich wieder ins Geschäft. So habe ich einen ganzen Tag gewonnen!” Hat der Ferneinkauf im belgischen Lendelede also viel Positives bewirkt? „Definitiv, und Plantion kümmert sich auch noch um die Lieferung. Alle Einkäufe kommen perfekt und schnell auf Dänenkarren nach hier.” Gelegentlich fährt Vandekerckhove noch selbst nach Ede, „um das Gefühl nicht zu verlieren”.

Von nah und fern

Was gelangt so alles von Plantion nach Lendelede? Viele Dekoartikel, Blumenarrangements und Töpferwaren für drinnen und draußen. Das Tuincentrum Omniflor ist in diesem Teil Westflanderns für seine breite Produktpalette bekannt. Neben den insgesamt 3.000 m2 großen Gewächshäusern und Verkaufsräumen befindet sich ein großer Parkplatz. „In den Niederlanden gibt es an jeder Straßenecke Blumenstände. Das ist hier anders. Leute aus Kortrijk, Roeselare und anderen Orten kommen mit dem Auto hierher.” Belgier kaufen Blumen hauptsächlich für andere, erklärt Vandekerckhove. „Ich sehe bei uns keine Radfahrer mit einem Blumenstrauß auf der vollen Einkaufstasche wie in den Niederlanden.”

Immer fragen

Neben Blumensträußen bietet Vandekerckhove auch viele Produkte für den Garten an. Die Belgier lassen ihre Gärten nämlich von Gärtnern gestalten und anlegen.  Aber dann holen sie sich die Artikel zur Dekoration ihres Gartens gern selbst. „Dabei stellen sie dann immer Fragen”, sagt Vandekerckhove. „Mit wie vielen Pflanzen pro Meter muss ich rechnen, welche Dünger und Spritzmittel soll ich verwenden, welche Pflanze wäre die beste etc. Auch wenn sie bereits von Doktor Google beraten wurden, haben sie noch Fragen. Meine Kunden wollen ganz auf Nummer sicher gehen. Dieser Teil der Arbeit gefällt mir sehr. Gute Ratschläge zu geben – darum geht es doch.”

Mit Leib und Seele

Sein Telefon klingelt, und er entschuldigt sich kurz: „Ich muss drangehen.” Wenig später sagt er lachend: „Ich werde offenbar noch gebraucht. Ich höre den ganzen Tag ‚Geert, Geert, Geert’.” Vandekerckhove verfügt folglich über viel Wissen. Er ist schon seit seiner Kindheit in dem Betrieb unterwegs. Nach Abschluss der Gartenbauschule stieg er hauptberuflich in das Geschäft ein. Auch seine Mutter ist noch jeden Tag anwesend. „Meine Eltern haben den Betrieb gegründet, zunächst als Gärtnerei. Sie haben Begonien, Alpenveilchen und Zimmerpflanzen gezüchtet. Nach und nach haben wir die Erde durch Steine ersetzt. Wir haben mit einer kleinen Ecke ‚Privatverkauf‘ begonnen. Das war damals innovativ, und wir haben schnell festgestellt, dass dieses Konzept gut ankommt. Wir haben es schrittweise zu dem aufgebaut, was es heute ist. Wir sind stolz auf das Unternehmen, das wir auch heute noch mit Leib und Seele führen.”

Schlicht, aber groß

Vandekerckhove beschäftigt vier Mitarbeiter und arbeitet mit einigen Freiberuflern zusammen. Der Betrieb in Lendelede hat täglich außer Dienstag und Sonntagnachmittag geöffnet. Die wenige Freizeit, die er hat, verbringt er manchmal in seinem eigenen Garten. „Mein Garten ist schlicht, aber groß. Dort gibt es viel Gras und große Bäume. Sonntagnachmittags, wenn das Wetter schön ist, entspanne ich mich dort gern mit einem Getränk und einem Snack.”