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Willem Heemskerk – ein waschechtes Genossenschaftsmitglied

Nach 12 Jahren zieht sich Willem Heemskerk (72) als Mitglied des Aufsichtsrats von Plantion zurück. Als Mitglied und Anlieferer von Schnittblumen (Crocosmia) bleibt er Plantion zwar erhalten, aber seine Ratsfunktion übergibt er an die nächste Generation. „Sie müssen die Möglichkeit bekommen, sich zu profilieren.“

Willem erzählt seinen Lebenslauf – alle seine Aktivitäten, Nebentätigkeiten und gesellschaftlichen Bemühungen. Mit ernstem Gesicht sagt er: „Eine Sache fehlt noch: Ich habe mal im Festkomitee in De Zilk angefangen“, gefolgt von einem fröhlichen Lachen. Auch beim restlichen Gespräch wird viel gelacht. Das ist typisch für den Mann, der mit viel Fachwissen, aber auch mit seiner liebenswürdigen Art administrative Aufgaben im Zwiebel- und Zierpflanzenbau mit Leben gefüllt hat.

VORSITZENDER VEILING VLEUTEN

Seine erste Herausforderung im Zierzuchtsektor ergab sich, nachdem er seinen Betrieb nach Woudenberg verlegt hatte. 1997 wurde er bei der Veiling Vleuten von Geschäftsführer Jos Brockhoff gefragt, ob er nicht Vorsitzender werden wolle. „Das ging mir aber etwas zu schnell. Ich saß gerade im Stadtrat von Woudenberg und wollte mich auch zuerst in die Materie vertiefen.” 2001 wurde er dann doch zum Vorsitzenden ernannt. Gemeinsam mit André van Kruijssen, der ein Jahr später Geschäftsführer wurde, machte er sich auf die Suche nach einem neuen Standort für das Versteigerungshaus.

SELBSTSTÄNDIG BLEIBEN

Und so fiel sein Vorsitz mit einem entscheidenden Kapitel in der Geschichte von Veiling Vleuten zusammen: einem Umzug und einer Fusion mit der Bloemenveiling Oost Nederland. „Bei uns wussten die Mitglieder, dass wir Utrecht verlassen mussten. Auch die Fusion fanden sie gut, da wir so gemeinsam unabhängig bleiben konnten. In Bemmel sahen die Dinge zwar anders aus, aber auch dort erkannten die Mitglieder schließlich die Notwendigkeit.”

NEUER STANDORT

Ein neuer Standort war schon vor dem Abschluss der Fusion in Sicht. Das musste auch so sein, denn mit der Gemeinde Utrecht war eine Frist vereinbart worden. „Ich kannte den Bürgermeister von Ede über LTO und den Rotaryclub. Die Gemeinde war auf der Suche nach einem ersten Großunternehmen für ein neues Gewerbegebiet an der A30. Als ich ihn eines Abends anrief, um zu fragen, ob wir uns treffen könnten, sagte er: haben Sie morgen früh um 9 Uhr Zeit?”

AUFSICHT ÜBER DAS GELD

Beim Start von Plantion im Jahr 2008 tauschte Willem seinen Vorsitz bei Veiling Vleuten gegen einen Sitz im Aufsichtsrat. „Ich fand, dass die Bloemenveiling Oost Nederland mehr Recht hatte, den Vorsitzenden zu stellen, da sie größer war. Außerdem wollte ich gern das Geld überwachen, das wir als Veiling Vleuten einbrachten. Auch in Anbetracht meines Alters – ich war bereits knapp 60 – dachte ich, dass eine Rolle im Verwaltungsrat angemessener wäre.”

AUSLANDSREISEN

Willem blickt gern auf seine Verwaltungstätigkeit zurück, einschließlich der damit verbundenen Auslandsreisen. „Bei der VBN sind wir zweimal pro Jahr geflogen. Für Agriterra in Peru durfte ich erklären, wie niederländische Blumenzuchtkooperativen arbeiten. Mit Plantion sind wir beispielsweise in Vancouver gewesen. Und in Brasilien hörten wir, dass die Veiling Holambra offiziell nicht als Genossenschaft bezeichnet werden darf, weil sie nicht vom Staat, sondern von niederländischen Züchtern gegründet wurde.”

GEMEINSAM KOMMT MAN VORAN

Die Anekdoten verraten seine Vorliebe für das genossenschaftliche Geschäftsmodell. Das bekannte Motto „Allein geht es schneller, gemeinsam kommt man weiter“ ist Willem ans Herz gewachsen. „Im Grunde ist es ganz einfach: wenn sich Abnehmer zusammentun, braucht man sich gegenseitig als Anbieter. Plantion hat seinen genossenschaftlichen Charakter immer behalten, und das muss auch so bleiben.”

DAS SCHÖNSTE HÖFCHEN

In Woudenberg hat Willem noch genug mit der Zucht von Blumenzwiebeln und Schnittblumen zu tun, aber privat geht es etwas ruhiger zu. „Ich lege abends auf der Couch die Beine hoch!“ In Kürze werden er und seine Frau Anneke in ein anderes Haus in Scherpenzeel umziehen, und auch hier zeigt sich, was ihm wichtig ist: „Gemeinsam bauen wir das schönste Höfchen der Niederlande. Und wenn die Häuser fertig sind, wird die Genossenschaft wieder aufgelöst.”

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat und der Vorstand von Plantion bilden eine Personalunion. Die Sitzungen werden gemeinsam abgehalten, und die Vorstandsmitglieder sind automatisch auch Mitglieder des Aufsichtsrates. Umgekehrt sind die beiden externen Aufsichtsräte aber keine Vorstandsmitglieder. Nach dem Abschied von Willem Heemskerk sieht die aktuelle Besetzung wie folgt aus: René Willemsen (Vorsitzender), Hans de Leeuw (Schriftführer), Marc Cleophas, Harry Beijer, Mickey Hogervorst, Martijn Meskers (extern) und Mans Vulto (extern). Der Aufsichtsrat ist offen für Fragen und Anregungen. Diese können Sie an cooperatie@plantion.nl schicken.

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