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Unterglasanbau-Unternehmer sind führend bei den neuen Herausforderungen

Als Bürgermeister von Westland besuchte Sjaak van der Tak oft den Unterglasanbau. Er erlebte Unternehmertum hautnah.
Als er 2017 gebeten wurde, Vorsitzender von „Glastuinbouw Nederland“ zu werden, zögerte er nicht einen Moment.

Er ist in Rotterdam, einer ebenfalls unternehmerischen Stadt geboren und aufgewachsen. Aber wenn man über Unternehmertum spricht, dann spricht man laut Sjaak van der Tak über Unterglasanbau. „Ich bin davon wirklich begeistert. Die Niederlande liefern absolute Spitzenqualität an ganz Europa. Und auch bei den Herausforderungen unserer Zeit übernehmen Unterglasanbau-Unternehmer wieder einmal die Führung. Deshalb bin ich in meiner Position genau an der richtigen Stelle!”

 Was macht „Glastuinbouw Nederland“?

„Wir machen aus den individuellen Interessen von Züchtern ein gemeinsames Interesse und üben von dieser Basis Einfluss auf die Behörden in den Niederlanden und Europa aus. Dort demonstrieren wir, dass niederländische Unterglasanbaubetriebe unternehmerisch sind. Aber auch, dass sie erkennen, dass es in der Gesellschaft Dinge gibt, mit denen sie zu tun haben.“

 Auf welche Bereiche beziehen Sie sich?

„Der Energiewandel bedeutet, dass wir auch als Züchter vom Gas abweichen müssen. Und das gelingt uns auch. Andere Bereiche sind biologischer Anbau und der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser. Auch hier unternehmen wir Schritte. Auch die Übernahme ist ein Thema. Unternehmen werden nicht mehr automatisch von den Eltern oder der Familie übernommen. Glücklicherweise sehe ich auch viele gut ausgebildete junge Menschen, die sich für diesen Weg entscheiden.”

 Wie helfen Sie den Unternehmern?

„Das Tolle ist, dass die meisten unserer Unternehmer selber aktiv werden. Sie sind in nationalen Ernteausschüssen und in den Unternehmensgruppen Energie, Arbeit, Pflanzenschutz und Wasser vertreten. Hier wird Politik gemacht und entstehen innovative Ideen. ‚Glastuinbouw Nederland‘ hört zu, streckt eine helfende Hand aus und setzt sich für die nationale Regierung, die Provinz und die Gemeinde ein. Das führt manchmal zu guten Ergebnissen, wie z.B. der Stiftung „Kennis in je Kas“ (KIJK).”

Worum genau geht es bei KIJK?

„Nennen wir es Forschung und Entwicklung des Unterglasanbaus. Natürlich wurde bereits viel geforscht. Aber es bedarf noch weiterer Anstrengungen, um sicherzustellen, dass der Unterglasanbausektor in der Welt weiterhin führend ist. Mit KIJK können wir Programme wie ‚Kas als Energiebron‘, ‚Glastuinbouw Waterproof‘ und ‚Het Nieuwe Doen in Plantgezondheid‘ finanziell und inhaltlich besser unterstützen. Im September hat der Minister eine ‚Verpflichtungserklärung‘ abgegeben.“

 Was bedeutet das?

„Die Verpflichtungserklärung für die gewächsübergreifende Forschung bedeutet, dass alle Unterglasanbau-Unternehmer in den Niederlanden zur Finanzierung von KIJK beitragen.
Sie bezahlen 350 € pro Hektar. So kommen jährlich 3 Millionen Euro zusammen, die die Regierung auf 6 Millionen verdoppelt. Ich bin mit diesem Konzept zufrieden.
Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie individuelles Unternehmertum in ein kollektives Interesse umgesetzt wird.”

Was halten Sie von Plantion?

„Plantion ist wirklich eine gute Sache. Ich bin sowieso sehr fasziniert von dem Kooperationsmodell, bei dem die Zusammenarbeit auf Grundlage individueller Interessen angestrebt wird. Die Kunst besteht dabei darin, kurze und schnelle Kommunikationswege zu organisieren. Plantion konzentriert sich mit seinem Marktplatz auf Blumenhändler und dient den Interessen seiner Mitglieder und anderer Anlieferer auf eine positive Weise.”

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