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TOTALER NACHDRUCK AUF QUALITÄT

Norbert Engler begann seine ‘grüne Karriere’ einst im Zuchtbetrieb seiner Eltern in Kevelaer in Deutschland. Ende der 1990er Jahre bemerkte er, dass das Geschäft immer schlechter lief. Er beschloss, als selbständiger Großhändler weiterzumachen. Das Euroregionale Pflanzen Servicecenter (EPS), das inzwischen 52 Mitarbeiter beschäftigt, bietet Maßarbeit für Fachgeschäfte.
Seit 2000 liefert Engler Blumen und Pflanzen an spezialisierte Gartencenter. Zu seinem Kundenkreis gehören über 150 Unternehmen, verteilt über Deutschland, Österreich und die Schweiz. EPS operiert von einem 7.300 m² großen Unternehmen in Kevelaer aus. Dort wird den Produkten durch Sortieren und Etikettieren ein Mehrwert verliehen.

“Unsere Philosophie ist ganz klar: Unsere Zielgruppe sind Gartencenter, bei denen Qualität an erster Stelle steht. Wir liefern nicht an Baumärkte. Dabei möchte ich nicht behaupten, dass die Qualität dort unbedingt schlecht ist. Sie haben einfach einen anderen Ansatz. Baumärkte und Discounter achten in erster Linie auf den Preis. Die Qualität kommt erst an zweiter Stelle.”

Der ganze Prozess
Laut Engler ist EPS der ideale Partner für Fachgartencenter. Viele unserer Kunden sind zu klein, um selber auf der Versteigerung einzukaufen. “Wir übernehmen den ganzen Prozess für sie. Dabei bieten wir die Produkte in allen gewünschten Mengen an, auch in sehr kleinen Mengen. Die Bestellung wird in einem Tag geliefert. Das gilt auch für unsere Kunden im Süden.”

In Kevelaer sortiert EPS die eingegangenen Produkte. Bei Bedarf versieht das Unternehmen die Produkte mit Etiketten und Logos. “So machen wir es den Gartencentern noch einfacher..” Engler besucht gemeinsam mit Mitarbeitern von modernisierungswilligen Gartencentern mobile Gartenausstellungen und Produktpräsentationen. “Unser Unternehmen positioniert sich sehr stark als Partner von Gartencentern.”

Transport
EPS verfügt über ein großes Netzwerk von Spediteuren. In den Wintermonaten fahren LKWs mit Produkten für manchmal bis zu acht Kunden nach Österreich und in die Schweiz. In der Hochsaison sind viel mehr LKWs unterwegs. “Eine Ladung enthält in der Hochsaison Produkte für höchstens drei Kunden. Dann erfolgt die Lieferung auch noch etwas schneller.“
EPS bezieht den Großteil der Produkte bei Plantion: von Veilchen und Heidekraut zu mehrjährigen und essbaren Pflanzen. Der Einkauf erfolgt oft über Telefon, da Engler einfach nicht genug Zeit hat, selber nach Ede zu fahren. Manchmal trifft er sich mit Züchtern oder Mitarbeitern auf dem Marktplatz: ”Ab und zu hat man doch das Bedürfnis, bestimmte Angelegenheiten persönlich mit Züchtern oder den Mitarbeitern vom Plantion zu besprechen.”

Die Zukunft
Engler ist sehr zukunftsorientiert. “Nichts ist so beständig wie der Wandel. Man blickt immer in die Zukunft und fragt sich immer wieder: Treffe ich die richtigen Entscheidungen? Eine Entwicklung, die wir wahrnehmen und mit der zu rechnen ist, ist die Hochskalierung, das heißt, die Partien werden immer größer. Die ist unvermeidlich”, so Engler, der auch Vorsitzender des BGI ist (Verband des Deutschen Blumen-, Groß- und Importhandels).

Mit Blick auf die Zukunft und die Kontinuität von EPS hat Engler ab 1. Januar einige Firmenanteile auf seine drei Söhne übertragen. Damit hat EPS jetzt noch mehr den Charakter eines Familienunternehmens. Neben seinen drei Söhnen, von denen einer auch Geschäftsführer ist, sind Englers Frau und zwei Töchter schon seit einiger Zeit in der Buchhaltung und Verwaltung des Unternehmens tätig. Im Laufe dieses Jahres möchte EPS es seinen Kunden durch die Einrichtung einer neuen Verkaufsplattform noch etwas einfacher machen. Kunden von EPS können sich auf der Plattform anmelden. Die Plattform enthält ein Bestellmodul und gibt Käufern gleichzeitig Empfehlungen, die zum Unternehmensprofil passen. Rechnungen für zurückliegende Käufe können hier heruntergeladen werden und Bestellungen lassen sich bequem verfolgen. “Komfort, Service und Geschwindigkeit: Darum geht es uns.”

 

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