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Romeo Sommers berät und inspiriert Blumenhändler

Trendwatcher und Grünstylist Romeo Sommers hört gern auf die Stimmen der Verbraucher. Denn dort liegt seiner Meinung nach der Schlüssel zu erfolgreichen Geschäften. „Es kommt ein Publikum, das kein Produkt, sondern eine gute Geschichte haben möchte.”

Romeo Sommers ist immer ein vielbeschäftigter Chef. Aber die Monate um die Jahreswende waren für den bekannten Trendforscher und Grünstylisten besonders intensiv. Im Dezember flog er für verschiedene Projekte nach Shanghai, u.a. für die Gestaltung eines städtischen Green Shops mit Restaurant und Cocktailbar für die lokale Bevölkerung. Anschließend konzentrierte er sich ganz auf die IPM Essen und die TuinIdee Den Bosch.

Buckingham Palace

Dass Romeo etwas mit Blumen und Pflanzen machen würde, stand in den Sternen geschrieben. Laut seiner Mutter beschäftigte er sich mit Pflanzen, seit er acht Jahre alt war. Immer wenn er durfte arbeitete er am Wochenende bei Blumengroßhändler Van Mill in der Nähe seines Elternhauses in der nordlimburgischen Stadt Molenhoek. Auf der Gartenbauschule wählte er die Fachrichtung Floristik. Auch die Abenteuerlust von Sommers zeigte sich schon früh. So machte er ein Praktikum bei einem Floristen in London und arbeitete anschließend auf freiberuflicher Basis bei ihm. „Als das Königshaus einen Stylisten suchte, schickte mich der Florist in den Buckingham Palace!”

Im Fernsehen

Wieder in den Niederlanden schrieb er sich für den Betriebswirtschaftskurs an der HAS ein: „Ich wollte nicht nur mit meinen Händen, sondern auch mit meinem Kopf arbeiten.” Dadurch erhielt er eine Stelle als Marketingmanager bei seinem früheren Arbeitgeber Van Mill. Anschließend reiste er eine Zeit lang für Kaemingk, einen Importeur von Weihnachtsartikeln, um die Welt. Der Wechsel zu Intratuin brachte etwas Ruhe, aber auch ein neues Abenteuer. Als das Unternehmen begann, Rob Verlindens Sendung „Tuinruimers“ zu sponsern, wurde Romeo nämlich zum Gesicht von Intratuin. „Zuerst gefiel mir das nicht – diese vielen Kameras. Aber dann gefiel mir die kreative Seite, da ich immer mehr mit Blumen und Pflanzen arbeitete.”

Green Friday

Alle Erfahrungen und Eindrücke kamen 2010 bei der Gründung von byRomeo zusammen. Unternehmen und Messen engagierten Romeo als Trendbeobachter und kreativen Berater. Auf einer der Messen traf er einen Chinesen mit Plänen für einen hippen grünen Laden in Shanghai. „Ich sagte, dass ich ein schönes Ladenkonzept parat liegen hätte. Er interessierte sich dafür und wir begannen mit der Zusammenarbeit.” Sie entwickelten Green Friday, einen botanischen Stadtladen mit Restaurant und Cocktailbar. „In Shanghai ist Smog ein großes Problem. Mit diesem Konzept zeigen wir, wie gesund es ist, Pflanzen im Haus zu haben. Und darauf aufbauend stellen wir auch die Verbindung zu Kräutern und gesunder Nahrung her.”

Gute Geschichte

Trends beobachten und den Kunden gut zuhören – das empfiehlt Romeo auch den niederländischen Blumenhändlern bei Vorträgen und Workshops. „Vom Preis her kann man nicht gegen die Supermärkte gewinnen. Aber vor allem das jüngere Publikum möchte nicht nur ein Produkt, sondern auch ein reines Gewissen haben. Und das ist eine Chance, da der Florist die Inspiration bieten kann. Zeigen Sie einfach, dass Sie für etwas stehen. Dass Ihnen die Umwelt und Ihre Gesundheit wirklich wichtig sind und Sie die Natur schützen. Der Verbraucher ist bereit, dafür zu bezahlen.”

Weitere Informationen über Romeo Sommers:
www.byromeo.nl

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