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PLANTION-VORSITZENDER JOS KERSTEN NIMMT ABSCHIED

‚Es war wirklich toll‘

Als Jos Kersten 1995 von Geschäftsführer Ferry Hollinger gebeten wurde, Vorsitzender des Versteigerungshauses in Bemmel zu werden, hatte er wenig Lust dazu. Aber: „Aus den fehlenden Ambitionen sind 24 tolle Jahre geworden.” Am 6. Dezember nimmt er Abschied. Ein Rückblick.

VORSTANDSMITGLIED VV’70
„Ich kam schon 1984 in den Vorstand. Ich war erst 27. Ein Rosenzüchter-Kollege gab der Geschäftsleitung einen Tipp, und dann wurde ich vom Vorsitzenden Wolters und Vorstandsmitglied Van Gemert angesprochen.

FUSION MIT ZEVENAAR
„Die Fusion im Jahr 1987 war mein erstes großes Ereignis als Vorstandsmitglied. Ich habe viel Erfahrung gesammelt. Ich durfte mit dem VBN reisen und lernte die Mitarbeiter anderer Versteigerungshäuser kennen. Ich war der ‚Joker aus dem Osten‘.“

ANTRITT FERRY HOLLINGER
„Mit Ferry veränderte sich die Versteigerungskultur. Der Vorstand kam mehr auf Distanz, Management und Mitarbeiter erhielten den Raum. Unbemerkt bereitete er mich für den Vorsitz vor.”

VORSITZENDER
„Gemüse, Obst und Champignons wurden zu ‚The Greenery‘ transferiert, weshalb auch Vorstandsmitglieder weggingen. Als wir in seinem Citroën XM unterwegs waren, fragte Ferry mich 1995, ob ich Vorsitzender der Blumenversteigerung Oost Nederland werden wollte.“

BLÜTEZEIT
„Der Rückkauf der Gebäude von The Greenery und die Gespräche darüber waren fantastisch. Es war eine Blütezeit, in der wir als Vorstand und Management alles gut hinbekamen.”

TELEFONGESPRÄCH MIT ANDRÉ
„Am 6. Januar 2006 rief mich André van Kruijssen, Geschäftsführer von Veiling Vleuten an. Er machte den Vorschlag, gemeinsam etwas zu gründen. Ich dachte: das ist ein Geschenk des Himmels! Die Züchter aus Bemmel mochten mich nicht besonders, aber später sahen sie ein, dass es nicht anders ging.”

PLANTION
„Niemand baut ein großes Geschäftsgebäude mit einem ausgeglichenen Budget, aber Peter Bakker hat es geschafft! Nüchtern, aber mit allem Drum und Dran. Die Eröffnung mit Jan Peter Balkenende im Jahr 2010 war ein toller Moment.”

TOD VON FERRY
„Ferry war für mich wie ein zweiter Vater. Wenn andere mich nicht verstanden, wenn ich nicht so taktvoll reagierte – er verstand mich. Wir haben uns natürlich auch gestritten, aber immer konstruktiv. Als er 2016 starb, ging für mich eine Ära zu Ende.”

ZUSAMMENARBEIT
„André war ein ideenreicher Geschäftsführer. Peter ist konstruktiv und finanziell bewandert. Wegen seines landwirtschaftlichen Hintergrunds ist Guus ein Brückenbauer. Alle drei waren Spitzenleute. Auch die Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsführung und uns als Kooperation war wirklich toll.”

WEHMUT
„Plantion steht wie eine Eins, und ich bin mit René Willemsen als meinem geplanten Nachfolger sehr zufrieden. Ich nehme mit Wehmut Abschied. Ein großer Teil meines Lebens und meines Betriebs drehen sich schließlich um die Versteigerung. Ich durfte viel erleben, auch dank der Heimatfront.”

 

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