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GreenBalanZ Marktführer für Bio-Phalaenopsis

Bemerkenswert: Bei GreenBalanZ stehen reihenweise alle denkbaren Arten, Größen und Farben von Orchideen in den Gewächshäusern. „Ich beobachtete eine zunehmende Verarmung des Sortiments, aber ich wollte weiterhin besondere Arten anbieten können.“

„Mit dieser Artenvielfalt wollte ich etwas Einzigartiges bieten“, sagt Lennard van der Weijden, Direktor von GreenBalanZ. Inzwischen profiliert sich sein Betrieb auch in puncto Nachhaltigkeit. Im Jahr 2014 brachte GreenBalanZ die erste komplett biologische Phalaenopsis auf den Markt. Und das hat ihm noch immer keiner nachgemacht. Van der Weijden: „Jedes Jahr verkaufe ich 350.000 Bio-Orchideen. Ich möchte meinen gesamten Betrieb auf Bio umstellen, aber dafür gibt es immer noch nicht genug Nachfrage. Die Kosten sind höher, also auch der Verkaufspreis. Was auch eine Rolle spielt: Im Gegensatz zu Lebensmitteln, schmeckt man bei den Blumen und Pflanzen nicht, ob sie Bio sind. Ich hatte zwar ein Pilotprojekt im Bio- Supermarkt Ekoplaza, aber die haben das doch nicht weiterlaufen lassen, weil sie damit nicht ein ganzes Regal füllen konnten. Der Markt ist noch nicht so weit. Es werden immer noch zu wenig biologisch angebaute Arten angeliefert.“

Lennard van der Weijden: „Ich bin ein Idealist und ein Realist“

Quellenmaterial aus Taiwan
Anfang der 70er Jahre konzentrierte sich GreenBalanZ ganz auf die Zucht von Orchideen. Lennard übernahm im Jahr 2000 das Unternehmen von seinem Vater. Eine bewusste Entscheidung nach einem langen Studium, Praktika im Ausland und einer kurzen Anstellung bei einer Bank. „Bei der Bank konnte ich nicht entfalten. Ich wollte Geschäfte machen, am Ruder stehen, die Weichen stellen.“ Zu Beginn dieses Jahrhunderts beobachtete Van der Weijden in der europäischen Orchideenwelt, dass man je nach Wuchstempo und -kraft entschied. Er fand, dass dies zu einer Verarmung des Sortiments führen würde. Das wollte er nicht. „Ich habe dann angefangen, mir Quellenmaterial aus Asien zu beschaffen, dem Kontinent, aus dem die Orchidee ursprünglich zu uns kam.“ Zwei- bis dreimal im Jahr reist Van der Weijden zu diesem Zweck nach Taiwan. „Sehen Sie diese senfgelbe Variante? Keiner hat diese Farbe.“ Er hat auch Orchideen mit einer auffallend großen Blüte oder einer abweichenden „Lippe“. Eine weitere Besonderheit von GreenBalanZ ist ihre Verpackung in kleiner Stückzahl. Van der Weijden bietet seine Orchideen ab Bündeln zu vier Stück bei Plantion an. „Das wird gern gesehen. Ich konzentriere mich hauptsächlich auf Gartencenter und Floristen, denn kein Ladenbesitzer will einen zu großen Vorrat an Pflanzen.“

Realistisch und idealistisch
Zehn Prozent der von GreenBalanZ verkauften Pflanzen sind aus kontrolliert biologischem Anbau. Die restlichen 90% entsprechen allen Regeln des biologischen Anbaus, wie z.B. keine Verwendung von chemischen Pestiziden, sind aber nicht biologisch zertifiziert. „Aber auch klimatechnisch und hygienisch können viele Probleme verhindert oder gelöst werden“, erklärt Van der Weijden: „Wenn eine Larve die Pflanzenwurzel anknabbert, löst man das Problem, indem man sie einen Tag lang nicht gießt. Dann stirbt die Larve.“ Eine weitere praktische Maßnahme zum Vermeiden von Schimmelpilzen, ist alle von außen hereinkommenden Schalen einen Tag lang im Gefrierschrank zu lagern, bevor sie in der Züchterei eingesetzt werden. Der gesamte Betrieb bei Van der Weijden kommt ohne Gas aus. Überschüssige Sommerwärme wird im Erdreich gespeichert, um so das Gewächshaus auch im Winter auf der richtigen Temperatur zu halten. „Ich bin idealistisch und realistisch, sage ich immer. Vor zehn Jahren begriff ich schon, dass der Benzinpreis letztendlich steigen würde. Außerdem gibt mir nachhaltiges Unternehmertum auch ein gutes Gefühl. Wenn man es also finanziert geregelt bekommt, sollte man es auf jeden Fall machen.“ Laut Van der Weijden hilft es, dass die Züchter in der Regel Familienbetriebe sind. Investitionen müssen nicht innerhalb von zwei Jahren amortisiert werden, wie dies bei börsennotierten Unternehmen der Fall ist. „Unser Horizont geht weiter, wodurch wir bei solchen Dingen eine Vorreiterrolle einnehmen können.“

Kartonclip
Van der Weijden würde am liebsten alle seine Pflanzen in Kartonröhren verpacken, aber einige Kunden, wie z.B. Supermärkte, „wo die Pflanzen bei der Eingangstür aufgestellt werden“, bevorzugen eine Plastikhülle. Van der Weijden möchte auch den Kunststoffclip, mit der die Stiele aufrecht gehalten werden, durch Kartonclips ersetzen. Er zeigt seinen selbst entwickelten Kartonclip. „Er ist noch nicht ganz ausgereift, ich muss noch daran arbeiten.“ Nach all den Jahren mit der Phalaenopsis bleibt Van der Weijden auch weiterhin ein Liebhaber seines Produkts. „Sehen Sie sich diese Farben und Muster an. Es sind solch schöne, transparente Blumen. Vielleicht übertreibe ich manchmal, aber ich finde sie einfach nur toll.“

Mehr zu GreenBalanZ unter www.greenbalanz.de

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