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„Bei Plantion kann man bei der Arbeit wirklich Spaß haben“

Der eine arbeitet dort erst seit kurzer Zeit, der andere geht nach 33 Beschäftigungsjahren bald in Rente. Trotz des großen Unterschieds in Alter und Erfahrung kommen Jesse Heida und Chris Verheijen sehr gut miteinander und mit den anderen Kollegen in der Verpackungsabteilung aus. „Wir arbeiten immer im Team.“

Hätten Sie Jesse noch vor einem Jahr gesagt, dass er einmal bei Plantion arbeiten würde, hätte er Sie wahrscheinlich komisch angeschaut. Im September 2019 absolvierte er nämlich sein Studium zum Game Artist, der den grafischen Teil von Computerspielen entwickelt. In der Gaming-Branche gab es jedoch nur wenig Arbeit, so dass er seinen Horizont erweiterte. „Ich habe ein paar Jahre lang hart studiert und viel Zeit am Computer verbracht. Ich dachte: es wird Zeit, sich etwas mehr zu bewegen. Da sah ich die freie Stelle bei Plantion. Über die Vertriebsabteilung landete ich Anfang Januar in der Verpackungsabteilung. Inzwischen bin ich viel besser in Form als während der Schulzeit. Es macht mir nichts aus, die Treppe ein paar Mal zusätzlich raufzulaufen.“ „Ich spüre es abends schon“, antwortet Chris, der zum „Inventar“ von Plantion gehört und nächstes Jahr in Rente gehen wird. „Ich sage nicht, dass ich noch ein Jahr ‚muss‘, denn das klingt dann so, als würde mir die Arbeit keinen Spaß machen. Das ist aber definitiv nicht der Fall.”

Eiszapfen an der Maschine

Während sich Jesse hauptsächlich mit dem Einsammeln und Sortieren von Verpackungen und der Abfallverarbeitung beschäftigt, ist Chris der „erste Mann“ an der Verpackungsreinigungsmaschine. „Ich bin immer in meiner Waschküche zu finden.“ Er hat erlebt, wie sich die Arbeit sehr verändert hat, insbesondere durch die Automatisierung. „In Bemmel haben wir früher noch viel Handarbeit geleistet. Wir haben dort in einem offenen Schuppen gearbeitet. An kalten Wintertagen hingen Eiszapfen an der Maschine. Man trug dicke Jacken, aber kalt wurde einem eigentlich nie. Jetzt, wo ich drinnen arbeite, ist mir hin und wieder kalt – reine Verwöhntheit.” Manchmal arbeiten Jesse und Chris zusammen – so wie neulich, als samstags Überstunden gemacht werden mussten. „Wir haben den Rückstand beim Waschen der Verpackungen auf sehr entspannte Weise beseitigt“, sagt Jesse. Chris: „Jesse packt immer mit an und murrt nur selten.“ Jesse: „Dasselbe kann ich auch über Chris sagen. Er packt immer kräftig an, und das ist bewundernswert. Ich habe auch schon einmal an der Waschmaschine gestanden. Nach einer Stunde habe ich aber sozusagen die Nase voll. Aber Chris bleibt immer fröhlich. Ich habe ihn noch nie mürrisch gesehen.”

Nächste Generation

Die Weitergabe von Erfahrungen ist für Chris wichtig. „Hier arbeiten Menschen, die ca. 60 Jahre alt sind. Sie scheiden langsam aus. Es ist also wichtig, dass die nächste Generation bereit steht.” Was möchte er jungen Menschen mitgeben? „Hab Spaß bei der Arbeit. Plantion ist ein Arbeitgeber, bei dem das möglich ist. Ich habe hier viele nette Kontakte geknüpft. Genau das macht die Arbeit so angenehm. Einige der Käufer hier kenne ich schon seit der Bemmel-Zeit. Neulich habe ich einen gefragt: „Wie alt sind Sie eigentlich?“ Ich dachte 72. Aber er sagte: ‚Machen Sie ruhig 78 draus’.” Jesse: „Hier laufen etliche ältere Kunden rum. Sie schieben noch immer Karren. Das ist doch toll, oder? Mit all diesen Menschen knüpft man auf lange Sicht Kontakte.”

Logistische Mittel

Die Abteilung Logistische Mittel beschäftigt zehn Mitarbeiter, darunter drei Teilzeitkräfte. Verpackungs- und Abfallverarbeitung sind ihre wichtigsten Aufgaben. Jeden Monat werden durchschnittlich 100.000 Verpackungen zum Reinigen gebracht. 20.000 davon gehen dann wieder an die Züchter. Der Rest geht an andere Versteigerungshäuser. Die Umweltstraße verarbeitet monatlich 25 Tonnen Papier, 25 Tonnen Grünabfälle und 30 Tonnen andere Abfälle.

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