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Der Pflanzenpass

09-12-2019

Sehr geehrter Käufer,

 

Plantion möchte Sie nach den vielen Mitteilungen und Sitzungen noch einmal über die Funktion und verbindliche Anwendung des Pflanzenpasses ab 14. Dezember 2019 informieren.

 

Der Pflanzenpass – Allgemeine Informationen über den Pflanzenpass

Am 14. Dezember 2019 tritt die neue europäische Pflanzengesundheitsverordnung in Kraft. Ab diesem Datum gilt eine Pflanzenpasspflicht für alle Pflanzen. Das bedeutet, dass alle für den Verbraucher bestimmten Topfpflanzen, Beet- und Kübelpflanzen sowie einige Arten von Samen und Zwiebeln einen Pflanzenpass haben müssen.

 

Unternehmen, die diese Pflanzen züchten und vermarkten, müssen die Pflanzen mit einem Pass versehen. Für die Ausstellung eines Pflanzenpasses ist eine Autorisierung durch einen Prüfdienst erforderlich.

 

Warum der Pflanzenpass?

Durch zunehmende Handelsströme und Klimaveränderungen ist Europa zunehmend neuen phytosanitären Risiken (Pflanzenkrankheiten, Schädlingen usw.) ausgesetzt. Die neuen EU-Gesetze bieten der EU einen besseren Schutz vor Einführung schädlicher Organismen und verbessern die Fähigkeit der Mitgliedstaaten, bei einem Ausbruch Maßnahmen zu ergreifen.

 

Konkret bedeutet das, dass die Regeln jetzt auch für Endgebraucher/Verbraucher gelten und dass sich deshalb auch Zwischen- und Einzelhandel damit auseinandersetzen müssen.

 

Wie sieht ein Pflanzenpass aus?

 

 

Diese Abbildung ist nur ein Beispiel, es sind auch andere Ausführungen möglich. Auf der Internetseite von Naktuinbouw finden Sie eine komplette Übersicht der Spezifikationen.

 

Was ist der Pflanzenpass?

Der Pflanzenpass ist eine real vorhandene Abbildung, die bei einer Pflanzenlieferung auf der kleinsten Verkaufseinheit angebracht ist (z.B. ein Aufkleber, der auf Hülle, Topf oder Verpackung klebt). Mit diesem Pass kann die Herkunft der Pflanzen von den Behörden zurückverfolgt werden. Wenn Sie die Pflanzen kaufen, muss der Pass also auf der kleinsten Verkaufseinheit (z.B. Topf oder Schale/Kiste) angebracht sein.

 

Wann tritt die Vorschrift in Bezug auf den Pflanzenpass in Kraft und wie wird der Übergang geregelt?

Die Vorschrift tritt am 14. Dezember 2019 in Kraft. Die neuen Vorschriften gelten nicht für Pflanzen, die vor dem 14. Dezember 2019 gekauft wurden (und die vor dem 14. Dezember 2019 keinen Pass benötigten) und sich noch im Geschäft befinden. Für alle Pflanzen, die ab dem 14. Dezember 2019 gekauft werden, gelten die neuen Vorschriften aber.

 

Der Pflanzenpass – Was bedeutet der Pflanzenpass für den Einzelhandel?

 

Was muss ich als Einzelhändler beachten/Was muss ich tun?

1.    Sie müssen dafür sorgen, dass beim Eintreffen in Ihr Geschäft ein Pflanzenpass vorhanden ist. Fragen Sie Ihren Lieferanten, welche Maßnahmen er in dieser Hinsicht ergriffen hat.

2.    Außerdem sind Sie verpflichtet, beim Kauf von Produkten, die einen Pflanzenpass haben müssen, festzuhalten, bei wem Sie diese gekauft haben. Dafür genügt eine Rechnung der Organisation, bei der der Kauf getätigt wurde. Pflanzenpass und Pflanzenpassnummer müssen dabei nicht ausdrücklich registriert werden.

 

Wie lange müssen diese Unterlagen aufbewahrt werden?

Die Einkaufsunterlagen müssen Sie drei Jahre lang aufbewahren.

 

Was muss ich beim Verkauf von Pflanzen aus dem physischen Geschäft tun?

Wenn Sie in Ihrem Geschäft direkt Pflanzen an Endverbraucher verkaufen, muss der Pass nicht mehr an der Pflanze befestigt sein. Auch nicht, wenn Sie sie ausliefern oder im Geschäft präsentieren. Auch bei zusammengestellten Arrangements braucht für den Verbraucher kein Pflanzenpass mehr vorhanden zu sein.

 

Was muss ich tun, wenn ich Pflanzen über das Internet verkaufe? 

Wenn Sie Pflanzen online verkaufen – z.B. über Ihren Webshop –, muss sich der Pflanzenpass bei der Ankunft beim Endverbraucher an der Pflanze befinden.

Achtung! Hier ergibt sich folglich ein wesentlicher Unterschied zum Verkauf im Geschäft.

 

Gartencenter können Arrangements ohne Pflanzenpass an Endverbraucher liefern, auch wenn sie diese über ihren Webshop verkauft haben. Dabei gelten folgende Bedingungen:

1.    Die Produkte werden vom eigenen Unternehmen zum Endverbraucher transportiert (also nicht einem Kurierdienst angeboten);

2.    Die Produkte bleiben in den Niederlanden (werden also nicht über die Grenze geliefert).

 

Es besteht jedoch die Verpflichtung, eine solide Verwaltung aufrechtzuerhalten. Siehe auch Punkt 5 auf dieser Seite von NAK Tuinbouw.

 

Was ist, wenn ich eigene Produkte züchte?

Wenn Sie eigene Produkte züchten und sie selbst verkaufen, ist das kein Problem. Schließlich können Sie ohne Pflanzenpass an Verbraucher verkaufen.

 

Wenn Sie hingegen eigene Produkte an ein anderes (eigenes) Unternehmen verkaufen, sieht die Sache anders aus. Beim Verkauf eines Zuchtbetriebs an ein Gartencenter muss ein Pflanzenpass beigefügt werden. Dieser Pflanzenpass kann auf die kleinste Handelseinheit geklebt werden und muss nicht auf jedem Topf vorhanden sein. Der verkaufende Zuchtbetrieb muss sich außerdem bei NAK Tuinbouw anmelden, da er Pflanzen vermarktet. Der Zuchtbetrieb wird auch Pflanzenpässe ausgeben.

 

Was ist, wenn ich den Zwischenhandel beliefere?

Wenn Sie Produkte im Großhandel kaufen, die Sie nicht selbst weiterverarbeiten, sondern an mehrere unabhängige Gartencenter vertreiben, brauchen Sie keinen Pflanzenpass auszustellen. Schließlich werden die Produkte vom Großhandel direkt an unabhängige Gartencenter geliefert. Der Großhandel muss dann sicherstellen, dass sich auf der kleinsten Handelseinheit ein Pflanzenpass befindet.

 

Sie müssen sich aber bei NAK Tuinbouw registrieren, da Sie die Partei sind, die Pflanzen vermarktet. Es besteht auch die Verpflichtung, die Buchführung in Ordnung zu halten:

1.    Sie müssen wissen, welche Posten Sie wann und wo gekauft haben;

2.    Sie müssen wissen, an welche Unternehmen die Posten anschließend geliefert wurden.

 

Es gibt keine formalen Anforderungen an die Buchführung. Wenn die NVWA eine Prüfung durchführt, müssen Sie entsprechende Nachweise vorlegen können. Es muss keinen Pflanzenpass geben.

 

Was wäre, wenn ich im obigen Beispiel die Pflanzen selbst weiterverarbeite und vermarkte?

Dann gilt eigentlich dasselbe wie oben beschrieben. Bei der Aufteilung der Posten müssen Sie jedoch darauf achten, dass jede kleinste Handelseinheit einen Pflanzenpass enthält. Bei der Verteilung von Posten kann es vorkommen, dass Sie folglich Pflanzenpässe ausstellen müssen.

 

Informationen und Uhr mitschicken

Dieser Punkt betrifft die automatische Verwaltung von Pflanzenpässen durch Käufer. Wenn ein Anlieferer die Pflanzenpass-Informationen in der EAB mitschickt, werden die Informationen von Plantion in den elektronischen Berichten EKT und DESADV mitgeschickt. Ihr Software-Anbieter wird von der Stiftung Floricode darüber informiert.

 

Seit Ende August 2019 wurden dem positiven Pflanzenschutzinspektionscode zwei neue Merkmalswerte hinzugefügt, nämlich Pflanzenpass pro Verpackung/Schale und Pflanzenpass pro Pflanze. Anlieferer können diese Werte mitschicken.

 

Zum Schluss

Informationen über den Pflanzenpass finden Sie auf der Website von Naktuinbouw. Dort finden Sie auch eine umfangreiche Seite mit Fragen und Antworten (https://www.naktuinbouw.nl/vraag-en-antwoord-nieuwe-plantenpaspoort-en-plantgezondheidsverordening), auf der die Fragen aller betroffenen Parteien beantwortet werden.

Wenn Ihre Frage nicht aufgeführt ist, können Sie sich an Ihren Kundenberater wenden.

 

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